„Mehlsäcke“ engagieren sich im Weinberg
Aktualisiert: 11. Mai
Anfang Mai. Es ist wieder Zeit zum Mähen in den steilen Lagen der Ravensburger Rebgärten. Eine anstrengende und schwere Arbeit, die wirklich in die Knochen geht. Seit einigen Jahren schon sind einige Mitglieder der Mehlsäcke unter der Regie von Ralf Briegel, selbst Mitglied der überregional bekannten Gruppe, ein fester und nicht mehr wegzudenkender Teil der Ehrenamtlichen, die vier bis fünf Mal pro Jahr die Rebgärten auf Vordermann bringen. Am Rauenegg in der Schlierer Straße und drüben am Philosophenweg hinter dem historischen Torkel. Schon vor neun Uhr hört man dann das laute Brummen der Motorsensen am Rauenegg, das sich wie ein Lärmteppich über den gesamten Weinberg legt. Männer und Frauen mit orangenen Helmen und Gesichtsschutz bewegen sich durch die mit zwischenzeitlich hohem Gras bewachsenen Rebreihen. Nicht alle sind von den Mehlsäcken.
Der Vorstand des Fördervereins Burghaldentorkel e.V. ist sich bewusst, dass dem Verein eine besondere Unterstützung zuteil wird durch dieses Engagement. „Wir sind sehr dankbar für diese Kooperation und für die so wertvolle Hilfe“, so Erwin Mozer, der Vereinsvorsitzende des Fördervereins. „Und eine tolle Truppe sind sie auch!“, lacht Hans Kiderlen, der von unten aus koordiniert. „Und was wären wir ohne Paul?“, schiebt er nach.
Paul Schniepp, den die Gruppe zum Technikdirektor erkoren hat, kennt jede Maschine und jede Schraube. Immer kann er helfen, wenn eine Maschine nicht richtig läuft.
„Der weiß einfach alles!“ Warum einige Mehlsäcke helfen? Diese Frage beantworten Martin Merk und Ralf Briegel so:
„Wir haben zum einen Spaß an der Sache und zum anderen haben wir soziales Engagement auf unsere Fahnen geschrieben.“ Martin betont die soziale Zielrichtung ihrer ehrenamtlichen Arbeit; er sagt aber auch, dass er die freundschaftliche Atmosphäre innerhalb der Gruppe sehr genieße und dass er sich vorstellen könne das Weinberg-Projekt noch viele Jahre zu unterstützen. „Schließlich sind wir bald junge Rentner .“
Dann nehmen sie wieder ihre vollbetankten Motorsensen in die Hand, klappen den
Gesichtsschutz nach unten und marschieren los. „Da drüben, der steilste Teil, der muss jetzt
auch noch gemacht werden.“
Nach zwei Stunden haben sie es geschafft, weil heute viele Mäher da waren, teilweise mit
privaten Maschinen. Verschwitzt, Schnittgrasspuren auf dem Gesichtsschutz und der Kleidung und auch froh darüber, dass es gut gelaufen ist, packen sie zusammen und machen sich auf den Weg zum Torkel. Dort wartet die etwas leichtere Aufgabe, denn die Fläche ist wesentlich kleiner, aber ebenfalls sehr steil.
Es ist warm geworden und endlich ist auch dieser Rebgarten gemäht!
Dieter kommt mit dem wohlverdienten Vesper. „Vielen herzlichen Dank für die super Seelen!“
Werner Honold lässt es sich nicht nehmen mit dieser Spezialität die Gruppe nach dem Mähen zu belohnen. „Einfach toll! Darauf freue ich mich immer“, so Ralf.
Man sitzt noch gemütlich zusammen, spricht über dies und das und verabschiedet sich dann
ins Wochenende. „Bis in vier oder fünf Wochen“, sagt Ralf in die Runde. „Ihr hört dann von
Hans oder mir.“
Fotos und Text: Johann Stroh
1. Michael Horn und Ralf Wagner: Der Mähfaden muss ersetzt werden.
2. Netze entfernen: Albert Schuster, Dieter Kraft und Thomas Kirsinger
3. Morgenstimmung mit drei Mähern
4. Mehlsack Alex Haag
5./ 6. Mehlsack Martin Merk




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