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Förderverein liest die Müller-Thurgau Trauben - Jahrgang 2026 vielversprechend

24. Aug.
2 Min. Lesezeit

Es hat gepasst! Nach der definitiv zu langen Trockenperiode kam der Regen und zur Lese war es wieder trocken. Fast ideale Bedingungen also für eine vielversprechende Lese der weißen Müller-Thurgau Trauben. 

„Ausgezeichnet, wir haben bei guter Quantität auch eine hohe Qualität“, so Hans Kiderlen, der sich sichtlich freut, dass sich nun die Arbeit des gesamten Weinjahres auszuzahlen scheint.

Am 24. August dann der große Tag. Sage und schreibe 58 Helferinnen und Helfer waren gekommen, um die Lese in einem freudigen Ereignis fast zu zelebrieren. So ausgelassen und gut war die Stimmung an diesem Nachmittag.

„Kaum Schaden durch Hagel oder Platzregen, fast keine Fäulnis und wunderbare Trauben.“ Erwin Mozer ist sich sicher: „Das gibt einen hervorragenden Ravensburger Secco.“

Lange hat der Förderverein wegen der großen Hitze um die Trauben gebangt. Die Sorge galt nicht nur der Trockenheit und der deswegen geringen Traubenmost-Ausbeute, vielmehr fürchtete man auch den Sonnenbrand. Als quasi letzten Rettungsanker hatte der Verein dann eine Bewässerungsanlage installieren lassen, eine Maßnahme die punktgenau richtig war.  Der viele Regen der letzten Tage hat dazu geführt, dass die Trauben sich mit Wasser vollsogen. Damit verringerte sich natürlich der Zuckergehalt. Doch beim Secco darf der Grundwein nicht zu viel Süße haben, im Gegenteil, ein bisschen Säure sorgt für mehr Spritzigkeit.

76 Grad Öchsle und fast die doppelte Menge des (schlechten) Vorjahres sind ein wunderbares Ergebnis. Alle sind zufrieden, alle sind erleichtert und dies drückt auch Hans Kiderlen in einer kurzen Dankesrede aus.

Schon nach gut zwei Stunden ist man mit der Arbeit durch und kann gemütlich bei Leberkäs, Apfelsaft und Bier zusammensitzen. Ein wunderbarer Anlass, um miteinander ins Gespräch zu kommen, vorausschauend schon ein paar organisatorische Dinge klären und einfach, um den tollen Erfolg zu genießen.

 

Einmal mehr war die Arbeit fast routinemäßig verlaufen. Unten am Weinberg stehen auf einem Anhänger die beiden großen Behältnisse, auf dem sich die Abbeer-Maschine befindet. Die Ehrenamtlichen lesen die Trauben von Hand, schneiden beschädigte Trauben heraus und füllen die knallgelben Eimer, die nach unten getragen werden.

Dort werden die Trauben dann in die Abbeer-Maschine geschüttet, wo eine rotierende Schnecke die Stile von den Beeren trennt und seitlich ausspuckt. Die Maische landet im Behälter. Sie ist das Ausgangsprodukt für den Grundwein.

„Mit dieser Menge liegen wir über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, mit der Qualität darüber.“ Kiderlen weiß, wovon er spricht und ist hochzufrieden.

 

Die Lese erfolgte klimabedingt etwas früher als üblich und auch die roten Spätburgunder Trauben werden bald dran sein. Wir sind alle sehr zuversichtlich, dass sich das, was jetzt vielversprechend ausschaut, dann auch umsetzen lässt in einen tollen und fruchtig-frischen Ravensburger Secco.

 

Und dann gab es noch einen Höhepunkt: das gemeinsame Gruppenfoto, welches das große, zentrale Element auf dem neuen und originellen Verpackungspapier für unsere Flaschen sein wird. Betrachtet man das Foto genauer, dann kann man viele strahlende Gesichter erkennen von Menschen, die ein schönes Erlebnis für einen guten Zweck im Rauenegg Weinberg hatten.

 

Text / Fotos: Johann Stroh / Gruppenfoto: Enver Paprikic

 


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