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Die Reben sind gebunden

  • 17. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit
Die Gruppe der Helferinnen und Helfer nach getaner Arbeit im Rebgarten Rauenegg (Foto: Johann Stroh)
Die Gruppe der Helferinnen und Helfer nach getaner Arbeit im Rebgarten Rauenegg (Foto: Johann Stroh)

Wichtige Arbeiten im Weinberg


Heute ist ein idealer Zeitpunkt, um die Triebe nach dem Winterschnitt an die Spanndrähte anzubinden, denn sie sind nach dem Regen gut durchfeuchtet. Dieser Schritt im Weinbau ist äußerst wichtig, um so das weitere Wachstum zu lenken, eine besser verteilte Nährstoffversorgung der Triebe zu gewährleisten und um eine schöne Laubwand zu schaffen, die gut durchlüftet wird und auch dem Winddruck standhält. Weinreben (Lianen) wachsen nach oben und bevorzugen dabei das Wachstum der Spitze des Haupttriebes. Seitentriebe werden vernachlässigt. Apikaldominanz heißt das in der Fachsprache. Wenn man die Fruchtruten tragenden Triebe aber horizontal anbindet, erreicht man eine bessere Verteilung der Nährstoffe; damit steigert man auch die Qualität der Trauben, erzielt eine bessere Aufteilung von Trauben- und Blätterzone und macht die späteren Arbeiten wie das Ausgeizen von Trieben und das Entlauben überschaubarer. Zum Anbinden verwenden wir Bindezangen, was die Arbeit sehr erleichtert. Die Helferinnen und Helfer des Fördervereins Burghaldentorkel e.V. waren am Freitagnachmittag zum Rebgarten Rauenegg gekommen, um dort nun die Weichen für das weitere Wachstum der Reben zu stellen. „Eine biegt den Trieb vorsichtig, die andere bindet an, am besten an zwei Stellen. Und bitte brecht keine Knospen ab!“, so erklärt Hans Kiderlen zwei Helferinnen die Vorgehensweise. Dann geht es los. 13 Paare machen sich an die Arbeit, Reihe für Reihe. „So ein Mist, der Trieb ist gebrochen!“ Dass das passieren kann wissen die Erfahrenen, aber sie wissen auch, wie wichtig es ist, dass man prüfend begutachtet, in welche Richtung man die Triebe biegen kann und wie sehr. Ein fast freudiges Arbeiten bei angenehmen Temperaturen. Man hört Gespräche, sieht, wie sich einige gegenseitig unterstützen oder auch Helferinnen und Helfer,

die still die Arbeit erledigen.

Nach etwa 3 Stunden ist die Arbeit im Rauenegg erledigt. "Morgen dann drüben am Torkel und herzlichen Dank für eure Hilfe. Es war wichtig, dass wir das heute gemacht haben." Als alle nach dem Anbinden noch beieinanderstehen, sagt jemand: „Heute war Roland irgendwie mit dabei.“ Stilles Nicken. Ja, das haben wir alle gespürt. Sein Tod hat uns alle sehr betroffen gemacht. Nach dem Gruppenfoto geht man auseinander, zufrieden und doch etwas bedrückt. "Bis morgen dann, ich komme sicher. Bis morgen um 9.00."



 


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