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Ausbrechen – eine wichtige Routinearbeit in den Weinbergen

  • 29. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Juni

Ehrenamtliche arbeiten trotz großer Hitze


Schon die ganze Woche über war es sehr warm gewesen, 30 Grad und mehr.

Der Weinberg am Rauenegg scheint die Hitze gespeichert zu haben, denn morgens um 9.30

steht schon eine mächtige Hitzewand über dem Hang. Sechzehn Ehrenamtliche sind

gekommen, um auszubrechen, also, um eine Triebkorrektur vorzunehmen.

Eine wichtige Rebpflege-Maßnahme, bei der es darum geht überflüssige oder schlecht

positionierte Triebe zu entfernen. So soll eine bessere Nährstoffverteilung und eine höhere

Taubenqualität erreicht werden. Das Ausbrechen lockert gleichsam die Blätterwand auf und

sorgt für eine bessere Durchlüftung, es ist also auch eine der Präventionsmaßnahmen gegen Pilzkrankheiten wie Echter oder Falscher Mehltau.

Jetzt, im Frühjahr, lassen sich die jungen Triebe leicht mit den Fingern ausbrechen.

Vorausschauendes Handeln und ein bisschen Erfahrung helfen dabei. Man hält den Stammbereich der Rebe frei, entfernt Doppeltriebe oder nach unten wachsende.

Und man muss überlegen, welche Triebe die neuen Fruchtruten für das kommende Jahr sein

sollen, denn diese lässt man stehen.

Susanne, die erst seit kurzen begeistert mitarbeitet, fragt nach, was es mit der Laubwand und dem Ausbrechen auf sich hat. Erwin Mozer, der neue Vorsitzende des Fördervereins

Burghaldentorkel e.V. und sehr erfahrene Obst- und Weinbauberater antwortet: „Die Trauben

erhalten so mehr Sonnenlicht. Dies fördert die Photosynthese der Blätter sowie die

Zuckereinlagerung in den Beeren. Und damit steigern wir die Weinqualität.

Die meisten der Helferinnen und Helfer arbeiten sich zügig durch die Reihen. Vereinzelt gibt

es Entscheidungsbedarf; dann hilft eine erfahrenere Person. „Oh Gott, was mache ich denn

da, das sieht ja wild aus!“, ruft jemand. „Ruhe bewahren. Verschaffe dir erst eine Übersicht!“

Dann stehen drei Personen um die Rebe und entscheiden, wie man vorgeht. „Den Stamm

ausputzen, am Kopf die kleinen Doppelaugen wegrechen, die schlecht platzierten Triebe

ausbrechen, schauen, welche Ruten wir stehen lassen für nächstes Jahr und einige Blätter

da entfernen, wo sie zu dicht oder krank sind.“ Paul ist ein alter Hase. Er lacht: „Ich muss

selbst auch ganz genau hinschauen.“

Inzwischen brennt die Sonne unerbärmlich auf den Rebgarten. Einige suchen den Schatten

neben dem Geräteschuppen auf, eine Flasche Wasser in der Hand. Andere nehmen den

Sonnenhut kurz ab und tupfen sich den Schweiß von der Stirn: „Ist das heute wieder heiß!“

Als die Arbeit im Rauenegg nach zwei Stunden erledigt ist, sind alle froh der Hitze zu

entkommen. Das Thermometer zeigt inzwischen 27 Grad. „Aber was ist mit dem Rebgarten

am Torkel?“ „Da sollten wir auch gleich ran, denn bei den momentanen Bedingungen

wachsen die Triebe wie Unkraut. Wer kann noch, wer hat noch Zeit?“ fragt Erwin in die Runde.

Dann geht`s rüber an den Burghaldentorkel. Auch dort ist es extrem heiß, Schatten gibt es

kaum. Eine kleine Gruppe schafft es auch dort die Arbeit zu erledigen.

„Jetzt bin ich aber platt! Der Flappach wäre nun genau das Richtige!", lacht Elisabeth.

Fast vier Stunden war man zugange, vier Stunden für einen guten Zweck. Und vier schöne

Stunden in großer Hitze.


Ralf Wagner und Elisabeth Hener
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Oldies but Goodies: Dr. Dieter Paul und Roland Paul
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Martin und Thomas
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Karl Jauch, Erwin Mozer und Marianne Blumer beraten was zu tun ist.
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Ulrich Wörle, Margit Fritz und Peter Blattner
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